4 gute Gründe für ein Reiseleben als Familie!

Familie auf Weltreise mit dem Camper
Mama/Papa, wie hält man eigentlich ein Pferd? In welchem Alter wird es eingeritten? Gibt es auch andere Formen des Reitens? Unsere Kinder lernen im Alltag ohne Ende

Bald kehren wir als Besucher nach Deutschland zurück.

Wir haben bisher keine Dauer festgelegt, jedoch einiges vor. Der Gedanke ans Gewohnte ruft in mir zwiespältige Gefühle hervor. Einerseits freue ich mich total auf die ganzen netten Menschen, auf Freunde und Familie und andererseits ging die Zeit hier so schnell vorbei und ich glaube, ich könnte noch mehr zur Ruhe kommen, innerlich. So sind mir in den letzten Tagen die Gedanken gekommen, die mich daran erinnert haben, warum das Ganze hier. Das sind also unsere vier Hauptgründe, warum wir unseren Wohnsitz in ein recht kleines Wohnmobil umgelegt haben:

Grund 1: Alternative Bildung/ Die Welt entdecken

War ja klar, ne?! So ist es aber tatsächlich. Da unser Sohn keinerlei Interesse an einem regelmäßigen Schulbesuch zeigt und mit der Frage, ob er denn gehen wolle, mit einem klaren Nein antwortet, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als unseren Hauptaufenthalt außerhalb Deutschlands zu haben. Sollten wir uns für mehrere Wochen am Stück in unserem Heimatland aufhalten, sind wir verpflichtet, unser Kind und mich wieder anzumelden und ihm einen Schulplatz „zu besorgen“. Da Peter und ich für unsere Konstellation keine Notwendigkeit darin sehen, unser Kind in die Schule zu zwingen und wir ihm eine „anfassbare“ Bildung zukommen lassen möchten, passt unser zweiter Grund gut dazu. Uns ist es wichtig, dass alle unsere Kinder auf unserer Reise Menschen, Kulturen, Tiere usw. real kennen lernen und nicht nur durch Bücher. Sie sollen an unseren Plätzen in der Welt, ihre Neugierde befriedigen, mit uns zusammen recherchieren dürfen und ihren Interessen nachgehen ohne (Zeit)limit oder Stundenplan.

Familie auf Weltreise mit dem Camper
Eierkuchenteig herstellen

Grund 2: Unsere Entdeckerfreude

Es soll sie wohl geben, die Menschen die meinen, wenn man Kinder bekommt, ist Schluss mit lustig! Wir handhaben das nicht so. Wir als Mann und Frau, als Paar, haben einfach richtig Bock, die Welt zu entdecken. Stupider Alltag in einer Wohnung in Leipzig, das Unterwerfen der Zeiten des Arbeitgebers und das Anschauen von Büchern haben uns auf Dauer immer mehr frustriert. Wir wollen sehen, fühlen, riechen und hören, was es auf unserer Erde alles gibt. Und dass wir unsere Kinder mitnehmen, empfinden wir nicht als Einschränkung, sondern als natürlich. Peter und ich hatten einfach die Schnauze voll vom sesshaft sein. Interessanterweise können wir uns beide nicht vorstellen, diese Reise ewig zu machen und wir sind durchaus an einer Basis (im Ausland) interessiert und gleichzeitig ist es JETZT für uns dran.

Grund 3: Gesundheitliche Probleme
Eines unserer Kinder entwickelte eine chronische Krankheit. Von Entwicklungsverzögerungen über viele weitere körperliche Symptome, wurde uns von drei unabhängigen Therapeuten gesagt, dass eine Luftveränderung wohltuend sein könne. Seitdem wir unterwegs sind ist unser Kind aufgeblüht, rennt durch die Kante, ist laut und frech und wild. Das angestrengte, matte und auf dem Boden liegende Kind gibt es nicht mehr. Für uns ist das so schön mitzuerleben. Es entwickelt sich ganz wunderbar und das bestärkt uns in unserer Entscheidung.

Familie auf Weltreise mit dem Camper
Einfach mal ausruhen!

Grund 4: Ausreißen

Ja, wir hatten es satt! Ständig die gleichen Nörgeleien von Anderen, immer wiederkehrende Probleme mit Familienmitgliedern, Leute, die sich in die Erziehung einmischten und ihren Senf abgeben mussten und nicht zu vergessen die Nachbarin, die unsere/alle Kinder zu laut fand. Wir wollten einfach raus. Mal für uns sein. Mal nur unsere Herausforderungen anschauen ohne abgelenkt zu werden. Wir wollten wissen wie es sich anfühlt zu fünft zu sein und der Sonne zu folgen. Und ich kann nur sagen, es war eine super Entscheidung. Wir lernen uns hier sehr intensiv weiter kennen. Niemand stört uns. Wir haben das Telefon zu 95% aus und sind nicht erreichbar. Wir schlafen ohne Getrampel von oben, so lange wie wir wollen und probieren Neues aus, um es dann wieder zu verwerfen. Unsere Arbeitszeiten legen wir selbst fest und auch, wann wir uns frei nehmen. Das, fast immer fußläufig zu erreichende, Meer klärt den Kopf und nährt die Seele. Oftmals weiß niemand, wo wir gerade sind und diese Anonymität tut einfach auch mal gut.

Fazit: Wir freuen uns auf die deutschen Bioläden, darauf, dass die sprachliche Barriere weg fällt und dass wir Menschen wiedersehen, die uns gut tun. Wir freuen uns, wenn unsere Kinder wieder mit anderen Kindern zusammen sein können und es mehr Platz zum Lego bauen gibt, auf eine Badewanne und die Möglichkeit unsere Lieblingscafe´s und Kneipen zu besuchen. Wir werden das deutsche Flair mit vollen Zügen einatmen und irgendwann weiterziehen. Dann, wenn wir fühlen, dass es dran ist!

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Oh ja, ich kann das so nachvollziehen. Einen Punkt möchte ich gerne noch hinzufügen, nämlich so verbunden mit der Natur zu sein. Mit einem Womo kann man direkt am Strand stehen, einen Luxus, den keine Ferienwohnung bieten kann. Und das immer bei tollstem Wetter!

    Antworten

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