Sind wir Menschen überhaupt in der Lage, in Gemeinschaft zu leben?

Mein rechter Zeigefinger scrollt bei Instagram hoch und runter. Ich tippe auf diverse Storys von Menschen, die ich, warum auch immer, manchmal interessanter finde als mich selbst.

Ich sehe hochglanzpolierte Videos und solche, die mich eher an meinen Lebensstil erinnern.

Mütter, die den Haushalt in ihrem 300qm großen Haus schmeißen, Unternehmerinnen, die ihren millionenschweren Kontostand in die Kamera halten und Menschen wie mich: Mamas, die mit ihren Familien auf reisen sind oder aber gerade ausbrechen.

Ja, woraus denn ausbrechen? Ist Ausbrechen nicht eine Illusion?

Mein Ziel der Reise war und ist es nicht, hardcore mit 37392 Dogmen durch die Welt zu tingeln und andere mit erhobenem Zeigefinger zu erzählen, was sie falsch machen!

Mein Ziel war es auch nie, mich aus der Gesellschaft raus zu nehmen und in meinem Bunker zu verharren, weil alles und alle scheiße sind!

Und wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann gibt es einen Anteil in mir, der sich nichts sehnlicher wünscht als endlich anzukommen, ohne ausbrechen zu müssen.

Dass die Freiheit mein höchster Wert ist und über allem steht, was ich tue, würde ich dafür jedoch nicht aufgeben.

Und doch, manchmal wünschte ich mir, meine tiefsten Werte würden nicht so stark mit dem kollidieren, was sich Gesellschaft nennt!

Dann säße ich jetzt vielleicht auch in meinem kleinen Häuschen mit Schornstein, in einer Lichtung des Waldes, mit einem bunten Permakulturgarten und drei spielenden Kindern, die ausgelassen im großen Garten namens Welt spielen würden.

Kennst du den Tiger und Bär von Oh wie schön ist Panama? So würde es mir gefallen.

Ja, ich hab genug vom reisen!

Und ich bin angestrengt. Ich bin müde vom ständigen Auf -und Abbau!

Ich mag nicht mehr nach Stellplätzen suchen und meine Lebenszeit auf der Autobahn verplempern!

Und in diesem Moment würde die Bibi Blocksberg in mir gerne eine Welt zaubern, die gesund, liebenswert und einfach ist.

Eine Welt, in der wir Menschen endlich aufgehört haben zu kontrollieren, zu strafen und zu peinigen!

Ich würde gerne eine Welt sehen, in der überall wilde Blumen wachsen, Bienen ein Zuhause finden, Autos nur dann bewegt werden wenn es keine andere Möglichkeit gibt und Menschen gelernt haben, was Toleranz im Kern bedeutet.

Ich hätte gerne eine Welt in der Hochglanz auf Instagram Out ist, millionenschwere Konten auf die Allgemeinheit verteilt werden und in der Spiritualität und Wachstum wertgeschätzt, statt belächelt wird.

Wie sähe eine Welt aus, die von leidenschaftlichen Menschen, willkommenen Gefühlen und einer Vielfalt an Meinungen regiert werden würde?

Und wenn Menschen nun sagen: Das geht doch nicht!, so empfehle ich einzig und allein das Video von Bodo Wartke mit dem Namen „Das falsche Pferd“.

Er bringt auf den Punkt, was mein Wunsch für diese Welt ist. Danke Bodo!

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Die letzten Monate waren heftig. Ich habe getan was ich liebe und getan, was ich hasse, mich mit Menschen angelegt, die versuchten meine Integrität zu verletzen und für die Rechte meiner Kinder gekämpft. Keine Ahnung, wo ich anfangen soll… Jedenfalls sitze ich hier gerade zum ersten Mal an meinem neuen Arbeitsplatz in Österreich und genieße den festen Schreibtisch für den Laptop. Kein Räumen mehr, kein Platzmangel, keine Frage, wo ich heute am besten arbeite. Die Möbel vor mir strahlen in ihrer hellen Schönheit und die große Pflanze erinnert mich an die Fruchtbarkeit des Lebens und in mir. Auf meinen Ohren…

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