Unser erstes Weihnachten in Irland

Unser allererstes Weihnachten in Irland 2020

Es ist schon erstaunlich, welche Türchen sich manchmal öffnen. Und damit beziehe ich mich gar nicht auf den Adventskalender, sondern auf meinen letzten Artikel.
Ob bei Facebook oder Instagram, die Kommentare und Nachrichten überschlugen sich fast. Ich fühle mich auf einmal wieder mächtig genug, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen, statt im Selbstmitleid zu ertrinken.
Klar, Selbstmitleid ist nicht per se schlecht und ich genieße es regelrecht, manchmal einfach alles kacke zu finden. Das entschleunigt mich und gibt mir somit Zeit, neue Schritte zu phantasieren und zu planen.

 

Also, wir haben uns nun wieder mit Familien getroffen. Und nachdem ich dachte, unser englisch ist endgültig für die Tonne, durfte ich feststellen, dass sich die letzten vier Monate mehr als ausgezahlt haben.
Jarek versteht schon so unglaublich viel, ich bin so fasziniert! Er quasselt drauf los, ist mutig und neugierig. Man merkt ihm seine Begeisterung für die Sprache regelrecht an, während sich Anton und Johanna noch ordentlich zurückhalten.

Morgen ist Weihnachten und während das Feuer im Kamin gerade meinen Rücken wärmt, der Tannenbaum in bunten Farben glitzert und Jarek Klavier spielt, nehme ich die Aufregung der Kinder wahr. Sie freuen sich so sehr auf das Fest und sind sich mehr

als einig, dass es kein schöneres Geschenk geben könnte als mit Großeltern und all den Verwandten gemeinsam feiern zu können.
Doch ich bin mir sicher, dass auch wir hier in Irland eine schöne Weihnachtsfeier erleben werden.
Ach, könntest du nur den Duft der Plätzchenbäckerei riechen, den leuchtenden Stern am Wohnzimmerfenster sehen und die kleinen Wichtel auf unserem Jahreszeitentisch, die sich unter einer winterlichen Schneedecke ein warmes Zuhause erschaffen haben.
Gemütlich ist´s. Und ich fühle mich gesegnet eine Familie zu haben und trotz C (für alle die es nicht wissen, damit ist Corona gemeint) ein Leben zu leben, in dem es mir und uns so gut geht.

Auch Peter hat sich kurzfristig dazu entschlossen den Laptop geschlossen zu halten und sich vollends auf die nächsten Tage zu fokussieren. Das erste Weihnachten auf der Insel. Das Erste ohne Familie. Das Erste in dem Land, welches mir mit seinen vielen Regenbögen immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

In diesem Sinne: Merry christmas and a happy new year to all of you!
Möget ihr geliebt, beschützt, gesund und fröhlich sein!

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Es ist doch so, unser Wohnmobil ist recht eng. Knapp fünf Quadratmeter begehbare Fläche, ein Alkoven in dem die Kinder und ich Platz zum schlafen finden und ein Doppelstockbett für Peter und als Spielfläche. Darüber hinaus haben wir eine Essecke, bestehend aus zwei Bänken an einem Tisch und einem, am Tisch festgeklemmten, Stühlchen für Johanna. Auf der Bank finden jeweils zwei Leute Platz und das heißt, es ist gerade genug für uns fünf. Auch haben wir für draußen nur vier Stühle dabei. Unser Bad ist so groß, dass normal Gebaute normal darin stehen können, jedoch keine große Bewegungsfreiheit haben. Und…

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